{"id":8,"date":"2017-05-05T14:45:51","date_gmt":"2017-05-05T14:45:51","guid":{"rendered":"http:\/\/friedrichleitz.de\/?page_id=8"},"modified":"2017-05-09T19:19:46","modified_gmt":"2017-05-09T19:19:46","slug":"veranstaltungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/friedrichleitz.de\/?page_id=8","title":{"rendered":"Veranstaltungen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Veranstaltungen 2017<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sonntag, 23. April 2017 : Exkursion<br \/>\n<strong>Die Eisenerz-Grubenfelder Maria, Maximilian und Morgenr\u00f6the am Kordigast<\/strong><br \/>\nTreffpunkt : 14.30 Uhr am Wanderparkplatz\u00a0 auf halber Hangh\u00f6he oberhalb Pfaffendorf<br \/>\nVeranstalter : CHW-Gruppen Burgkunstadt\/Altenkunstadt und Weismain sowie die Umweltstation des Landkreises Lichtenfels<br \/>\nKurzbericht:<br \/>\nBei gutem Exkursionswetter\u00a0fanden sich \u00a0175\u00a0 hochmotivierte Teilnehmer ein. Es wurden die oben genannten Grubenfelder im Stockwerk des Braunen Jura beta \u00a0anhand von\u00a0Versturzl\u00f6chern (sog. Pingen), versch\u00fctteten Stolleneing\u00e4ngen und kleinen Abraumhalden lokalisiert und dabei einige oft gebrauchte Begriffe aus dem Bergbauwesen erl\u00e4utert. Ein weiteres Thema waren die verwachsenen und heute kaum mehr erkennbaren Steinbr\u00fcche im Wei\u00dfen Jura, die zur Gewinnung von Branntkalk dienten, ein ehemals bedeutendes Gewerbe.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\nSonntag, 21. Mai 2017 : \u00a0Exkursion<br \/>\n<strong>Boden und Vegetation im j\u00fcdischen Friedhof Burgkunstadt<\/strong><br \/>\nTreffpunkt : 14.30 Uhr am Friedhofstor. Zufahrt \u00fcber die Stra\u00dfe Burgkunstadt &#8211; Ebneth am Waldrand.<br \/>\nKeine Anmeldung erforderlich, keine Teilnehmergeb\u00fchr<br \/>\nVeranstalter : Umweltstation des Landkreise Lichtenfels<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In j\u00fcdischen Friedh\u00f6fen besteht die Verpflichtung zu ungest\u00f6rter &#8222;ewiger&#8220; Erhaltung der Gr\u00e4ber. Es wird daher nur wenig g\u00e4rtnerisch gearbeitet oder neu gestaltet, wie das\u00a0in christlichen Friedh\u00f6fen \u00fcblich ist. Dadurch konnten sich im j\u00fcdischen Friedhof Burgkunstadt Pflanzenbest\u00e4nde entwickeln, die in der durchkultivierten Umgebung\u00a0nur noch wenige Standortm\u00f6glichkeiten finden.\u00a0Auf dem tonigen Feuerletten-Untergrund im vorderen, \u00f6stlichen\u00a0Teil des \u00a0Friedhofs\u00a0kommen andere Pflanzengesellschaften vor als auf dem sandigen Rh\u00e4tolias-Hangschutt weiter hinten.<br \/>\nDie j\u00fcdischen Bestattungssitten und Symbole wird Frau Inge Goebel von der Interessengemeinschaft Synagoge Altenkunstadt erl\u00e4utern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2017 wird in K\u00fcrze\u00a0fortgesetzt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Veranstaltungen 2016 <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sonntag, 1. Mai 2016 : Busexkursion<br \/>\n<strong>H\u00f6hlen, Gold und Landschaft zwischen R\u00f6dental und Rennsteig<br \/>\n<\/strong>Colloquium Historicum Wirsbergense CHW<br \/>\nAbfahrt 7.30 Uhr bei Fa. Gutgesell in Lichtenfels-Schney, Thiersteinstra\u00dfe 30<br \/>\nAnmeldung bis 10. April\u00a0unter kerstin_klose@gmx.de oder Tel. 09575-981645<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Einige Stichworte zum gedachten Verlauf.<br \/>\nFahrt\u00a0durch die vom Keuper, Muschelkalk und Buntsandstein gepr\u00e4gte Landschaft zum Fu\u00df des Ble\u00dfberges am S\u00fcdrand des Th\u00fcringer Schiefergebirges. Hier wurde beim Tunnelbau f\u00fcr die ICE-Neubaustrecke eine bisher v\u00f6llig unbekannte\u00a0Karsth\u00f6hle angetroffen, die f\u00fcr Publikum\u00a0leider nicht zug\u00e4nglich gemacht werden konnte. Wir versuchen von der Erdoberfl\u00e4che her ihren Verlauf zu erfassen. Anschlie\u00dfend zum Goldmuseum nach Theuern und Gruppenteilung. Wechselseitig wird eine Gruppe durch das Museum gef\u00fchrt, die andere f\u00e4hrt inzwischen mit Erl\u00e4uterungen zur Geologie und Bergbaugeschichte\u00a0durch das Tal der Goldw\u00e4scher zum Rennsteig\u00a0und wieder zur\u00fcck. Mittagspause voraussichtlich in einem\u00a0Gasthof nahe beim Museum. Am Nachmittag \u00fcber Rauhenstein &#8211; Meschenbach zur Zinselh\u00f6hle. Man kann hier an einer etwa 40min\u00fctigen F\u00fchrung durch die H\u00f6hle in Kleingruppen teilnehmen. F\u00fcr die jeweils vor der H\u00f6hle Wartenden werden Fragen zur Geologie und Landschaft, speziell zum Muschelkalk-Karst behandelt.\u00a0Auf der R\u00fcckfahrt wird im Bus das Video zur sensationell sch\u00f6nen Ble\u00dfbergh\u00f6hle abgespielt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Pfingstmontag, 16. Mai 2016\u00a0: Exkursion<br \/>\n<strong>Der Hohle\u00a0Stein bei Schwabthal\u00a0&#8211; geologisch betrachtet<br \/>\n<\/strong>Umweltstation des Landkreises Lichtenfels, keine Anmeldung erforderlich<br \/>\nTreffpunkt 14.30 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Hohlen Stein an der Stra\u00dfe Schwabthal &#8211; Rothmannsthal etwa 2,5 km von Schwabthal\u00a0oder knapp\u00a03 km von Rothmannsthal.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der isoliert auf der Wei\u00dfjura-Hochfl\u00e4che stehende Felsen wird meistens wegen seiner arch\u00e4ologischen Bedeutung f\u00fcr die jungsteinzeitliche Besiedlung unserer Gegend aufgesucht. Dieses Thema wird nur randlich gestreift. Vielmehr geht es\u00a0vor allem um die f\u00fcr die Erdgeschichte unserer Landschaft wichtigen Prozesse der Dolomitisierung, Verkarstung und H\u00f6hlenbildung, die sich am Hohlen Stein beispielhaft studieren lassen.\u00a0\u00a0Nur ganz kurze Fu\u00dfwege.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mittwoch, 8. Juni 2016 : Exkursion, keine Anmeldung erforderlich<br \/>\n<strong>Der Samelstein bei Schimmendorf &#8211;<\/strong> <strong>Kirchleus<br \/>\n<\/strong>Colloquium Historicum Wirsbergense CHW<br \/>\nHeimat- und Geschichtsfreunde in Franken e. V.,<br \/>\nTreffpunkt 18.30 Uhr an der Kreisstra\u00dfe KU 33 zwischen Schimmendorf und Kirchleus,<br \/>\nFeldweg-Kreuzung auf dem h\u00f6chsten Punkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vom Treffpunkt geht es 1 km\u00a0zu Fu\u00df auf einem ebenen Feldweg in nordwestlicher Richtung zum Samelstein, einer senkrecht aufgestellten Sandsteinplatte mit einer r\u00e4tselhaften Figur.<br \/>\nDer Sandsteintyp stammt nicht unmittelbar vom Ort, sondern aus einigen Kilometern Entfernung aus dem Oberen Buntsandstein, \u00e4hnlich wie\u00a0an einigen Stellen an der Kirche in\u00a0Kirchleus. Eine ikonographische Analyse der Figur f\u00fchrt zu dem Schluss, dass hier ein Hl.\u00a0Christophorus abgebildet ist. Im sp\u00e4ten Mittelalter galt dieser Heilige als Versicherung gegen einen unvorbereiteten Tod. Zu diesem religi\u00f6sen Zweck passt die Position des Samelstein an der Kreuzung zweier Altstra\u00dfen, auf denen die Fuhrleute nach drei Richtungen gef\u00e4hrliche Hangabfahrten zu bew\u00e4ltigen hatten.<br \/>\nGehbehinderte Interessenten k\u00f6nnen vom Treffpunkt zum Samelstein fahren, sofern sie befugt sind, den gesperrten Weg zu benutzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sonntag, 4. September 2016 : Geologische Erl\u00e4uterungen zur<br \/>\n<strong>Ausstellung Schwarzes Gold II unter Neuhaus und Stockheim<br \/>\n<\/strong>in der Zecherhalle in Neukenroth, Gemeinde Stockheim<br \/>\nVeranstalter:\u00a0Bergbau-Vereine und Gemeinde Stockheim..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Jeweils um\u00a014.00 und 15.00 Uhr werden F\u00fchrungen durch den geologischen Teil der Ausstellung\u00a0angeboten. Es geht dabei um die\u00a0Steinkohlen-Lagerst\u00e4tte von Stockheim und Neuhaus, die im\u00a0vom sp\u00e4ten 18. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre\u00a0eine beachtliche Bedeutung f\u00fcr die hiesige Wirtschaft hatte. Insbesondere sollen\u00a0Ausstellungsst\u00fccke von Kohlen und Gesteinen aus der Sammlung von B. Schw\u00e4mmlein erl\u00e4utert werden.<br \/>\nDie Veranstalter erheben einen Eintrittspreis.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sonntag, 11. September 2016 : Geologische Erl\u00e4uterungen zur<br \/>\n<strong>Ausstellung Schwarzes Gold II unter Neuhaus und Stockheim\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong>Wiederholung<br \/>\nThemen und Uhrzeiten wie oben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sonntag, 25. September 2016 : Exkursion, keine Anmeldung erforderlich<br \/>\n<strong>Von Burkheim zur Eisensteinzeche Concordia<br \/>\n<\/strong>Gemeinschaftsveranstaltung der Umweltstation des Landkreises Lichtenfels<br \/>\nmit der CHW-Gruppe Burgkunstadt \/ Altenkunstadt, keine Anmeldung erforderlich<br \/>\nTreffpunkt 14.30 Uhr in der Ortsmitte von Burkheim (bei den Gasth\u00e4usern).<br \/>\nVon dort zu Fu\u00df ca. 1,3 km einfache Entfernung bergauf..<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die \u00e4lteste Nachricht\u00a0\u00fcber Eisenerz am Kordigast datiert\u00a0aus dem Jahr\u00a01718. Jedoch wird eine Verwertung des quarzreichen Erzes erst mit der neuen Hochofen-Verh\u00fcttungstechnik im 19. Jahrhundert wirtschaftlich sinnvoll, und zwar\u00a0als Beimischung zu anderen Eisenerzarten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Von den ehemaligen Bergwerken am Kordigast wird die\u00a0 &#8222;Eisensteinzeche Concordia&#8220; oberhalb Burkheim am h\u00e4ufigsten genannt.\u00a0Noch 1979\u00a0liegen die dortigen Bergrechte bei der\u00a0Salzgitter Erzbergbau AG\u00a0 in Norddeutschland.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Trotz seiner nur geringen Bedeutung im 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhundert l\u00e4sst sich dieser Bergbau heute noch an Abraum-Halden, Stollen-Eing\u00e4ngen und\u00a0Versturzl\u00f6chern\u00a0\u00a0im Gel\u00e4nde erkennen. Auch St\u00fccke von Brauneisenerz sind nach einigem Suchen noch zu finden. Es handelt sich um eine spezielle Ablagerung des Jura-Meeres im Abschnitt Brauner Jura (Dogger) beta, auch Eisensandstein genannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Montag, 3. Oktober 2016 :\u00a0 Exkursion zu Fu\u00df<br \/>\n<strong>Lutzenstein und Hohe A\u00dflitz\u00a0 &#8211;\u00a0 Steine, Schichten, Felsritzungen<br \/>\n<\/strong>Colloquium Historicum Wirsbergense, Gruppe Redwitz \/ Michelau<br \/>\n\u00f6ffentlich, auch f\u00fcr Nichtmitglieder, ohne Anmeldung.<br \/>\nTreffpunkt um 14.00 Uhr am Sportplatz von Neuensee, Gemeinde Michelau.<br \/>\nDie Zufahrt zum Sportplatz am Waldrand ist ausgeschildert an der Ortsdurchfahrt in Neuensee Richtung Weidhausen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vom Treffpunkt geht es zun\u00e4chst\u00a0auf bequemen Wegen rund 1 km in den Wald. Dabei\u00a0stellt sich die Frage, warum der gro\u00dfe &#8222;Banzer Forst&#8220; des Mittelalters, sp\u00e4ter &#8222;Lichtenfelser Forst&#8220;, sich trotz der Rodungen in seiner Umgebung\u00a0in seinem Hauptteil erhalten konnte. Der erste Zielpunkt Lutzenstein ist ein isoliert liegender Felsblock, der sich aus der Sandstein-Kappe der Hohen A\u00dflitz gel\u00f6st hat und auf dem als rutschfreudig bekannten\u00a0Feuerletten hangabw\u00e4rts gewandert ist. Seine Fl\u00e4chen sind\u00a0von Monogrammen und anderen Felsritzungen bedeckt.\u00a0 Geheimnisvoll anmutende Reliefbilder gaben Anlass zu Sagen und Spekulationen.<br \/>\nDann geht es auf die Hohe A\u00dflitz\u00a0 (378,6 m) hinauf. In den hier anstehenden Rh\u00e4tolias-Sandstein wurden im 19. und fr\u00fchen 20. Jahrhundert von allen Seiten Steinbr\u00fcche vorgetrieben, um die damals starke Nachfrage nach diesem Werkstein zu befriedigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sonntag, 9. Oktober 2016 :\u00a0 Exkursion zu Fu\u00df<br \/>\n<strong>Der Birkacher Sandstein\u00a0 &#8211;\u00a0 Handwerk, Bausteine und Steinbr\u00fcche<br \/>\n<\/strong>Colloquium Historicum Wirsbergense\u00a0 CHW, Gruppe Ebensfeld \/ Zapfendorf,<br \/>\n\u00f6ffentlich,auch f\u00fcr Nichtmitglieder, keine Anmeldung erforderlich.<br \/>\nTreffpunkt um 14.00 Uhr an der Kirche in Birkach, Gemeinde Ebensfeld.<\/p>\n<p>Am Treffpunkt gibt die Fassade der 1857\/58 errichteten Kirche gleich einen Eindruck von der Bedeutung, die das Brechen und die Verarbeitung von Sandstein einst f\u00fcr Birkach und Umgebung hatte. Bei einem kurzen Gang durch den Ort zum ehemaligen Pfarrhaus lassen sich weitere Werkbeispiele studieren. Infotafeln am Haus der B\u00e4uerin zeigen einen \u00dcberblick \u00fcber die historische Steinbruch-Landschaft und die zugeh\u00f6rigen geologischen Verh\u00e4ltnisse. Wenige hundert Meter weiter auf gutem Feldweg wird ein seit 1952 verlassener Steinbruch als Beispiel f\u00fcr etliche andere aufgesucht. Hier k\u00f6nnen die Teilnehmer eigenh\u00e4ndig und unter Anleitung die Eigenschaften des Rh\u00e4tolias-Sandsteins pr\u00fcfen.<br \/>\nOrtsunkundige Interessenten m\u00f6gen bitte &#8222;Birkach, Gemeinde\u00a0Ebensfeld&#8220; in ihr Navi eingeben. \u00a0Es kommt sonst zu Fehlleitungen in andere Birkach-Orte in der weiteren Umgebung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Freitag, 28. Oktober 2016<br \/>\nGemeinsam mit Dr. Natalie Gutgesell:<br \/>\n<strong>Der Ichthyosaurus (Fischsaurier) von Banz\u00a0 &#8211;<br \/>\nliterarisch, geologisch und bildk\u00fcnstlerisch<\/strong>L<br \/>\nColloquium Historicum Wirsbergense CHW, Gruppe Bad Staffelstein<br \/>\nin Zusammenarbeit mit dem Museum Kloster Banz.<br \/>\nTreffpunkt um 19.30 Uhr in der Petrefakten-Sammlung des Museums<\/p>\n<p>Mit dieser Veranstaltung soll eine Grenz\u00fcberschreitung und Zusammenschau zwischen dem traditionellen Kulturverst\u00e4ndnis einerseits und der Naturwissenschaft\u00a0auf der anderen Seite\u00a0versucht werden. Joseph Viktor von Scheffel hat sich bei seinen Aufenthalten in Banz 1845 und 1859 sowohl literarisch\u00a0wie bildk\u00fcnstlerisch zur Besch\u00e4ftigung\u00a0mit dem Fischsaurier von Banz und\u00a0weiteren &#8222;Drachen&#8220;\u00a0anregen lassen<br \/>\n(- Gutgesell-).\u00a0\u00a0\u00a0Hinter seinem\u00a0\u00a0parodistischen \u00a0und phantastischen Grundton\u00a0\u00a0 verbergen sich aber\u00a0pr\u00e4zise naturwissenschaftliche Kenntnisse, die\u00a0er in\u00a0dichterischer Freiheit\u00a0\u00a0verarbeitet (- Leitz -)\u00a0. Das Publikum wird den imposanten Sauriersch\u00e4del der Banzer Sammlung vor sich haben, w\u00e4hrend\u00a0Referentin und Referent versuchen,\u00a0 wechselweise die unterschiedlichen Aspekte in diesem\u00a0Werkausschnitt Scheffels\u00a0deutlich\u00a0zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sonntag, 30. Oktober 2016:<br \/>\n<strong>Steine-Nachmittag in der\u00a0Umweltstation<br \/>\n<\/strong>Zwangloses Kommen und Gehen zwischen 14.30 und 16.30 Uhr im Seminarraum der Umweltstation des Landkreises in Weismain, Kirchplatz 11 (Kulturzentrum Kastenhof).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Teilnehmer sollen Steine, \u00fcber die sie etwas erfahren m\u00f6chten, selber mitbringen\u00a0und vom Referenten erl\u00e4utern und benennen lassen. Die Teilnehmer k\u00f6nnen auch versuchen, an ihren St\u00fccken\u00a0einfache Bestimmungsmerkmale selbst\u00a0zu finden und zur Gesteinsbestimmung anzuwenden, nat\u00fcrlich mit Hilfestellung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Veranstaltungen 2015<br \/>\n<\/strong>Im August 2015 wird die im Vorjahr unterbrochene Reihe der\u00a0geologisch-<br \/>\nlandschaftskundlichen \u00a0Veranstaltungen, speziell Exkursionen, wieder aufgenommen.<br \/>\nDie Veranstaltungen sind gew\u00f6hnlich \u00f6ffentlich und kostenfrei.<br \/>\nAusnahmen sind besonders gekennzeichnet.<br \/>\nSonntag, 16. August 2015: Exkursion<br \/>\n<strong>Eine Kiesgrube am Fluss<\/strong><br \/>\nUmweltstation des Landkreise Lichtenfels<br \/>\nBeginn 14.30 Uhr am Bauhof\/Feuerwehrhaus in Redwitz an der Kreuzung Hauptstra\u00dfe und Gries. Von dort sind ca. 700 m einfache Entfernung zu Fu\u00df auf ebenen Wegen zur\u00fcck zu legen.<br \/>\nIm Kiesgewinnungsgebiet zwischen Redwitz und Zettlitz wird eine Grube besucht, deren Wasserspiegel zur Zeit abgesenkt ist. Damit sind Rodach-Ablagerungen zur Beobachtung\u00a0frei gelegt, die sonst unter dem Grundwasserspiegel verborgen sind. Es geht um die Fragen: Wie entsteht der wichtige Rohstoff Kies? Welche Gesteinsarten\u00a0kommen im Kies vor?\u00a0Wie bilden sich die\u00a0nat\u00fcrlichen Schwankungen des Grundwasserspiegels im Sediment ab? Was bedeutet der Grundwasser-Flurabstand?<br \/>\nAuch die sogenannten &#8222;Rannen&#8220; liegen zur Zeit in der Grube. Das sind Baumst\u00e4mme, die bei der Fluss-Erosion umgest\u00fcrzt und im Kies eingebettet wurden.<br \/>\nNachberichterstattung:<br \/>\nTrotz Regenschauer seit den Morgenstunden hatten sich am Treffpunkt ca. 25 Interessenten eingefunden. Es wurde daher ein Ersatzprogramm improvisiert, zu dem die Familie Mona und Thilo Hanft ihren Kultur- und Feststadel in Redwitz in der Hauptstra\u00dfe zur Verf\u00fcgung stellte.<br \/>\nEs wurde zun\u00e4chst das\u00a0geplante Exkursionsgel\u00e4nde in seinem Zustand vor der Flurbereinigung und dem Kiesabbau vorgestellt. Damals zeichneten sich ehemals von der Rodach seit etwa 10 000 Jahren benutzten\u00a0Flussbetten als sogenannte Auenrinnen noch deutlich im Gel\u00e4nde ab. Auf lebhaftes Interesse stie\u00dfen die Grundbedingungen der nat\u00fcrlichen Grundwasserverh\u00e4ltnisse und ihre Ver\u00e4nderungen durch\u00a0den Kiesabbau.<br \/>\nDie Diskussion\u00a0erweiterte sich\u00a0zu Fragen\u00a0\u00fcber das Trockenfallen von Brunnen und zu Fehlern beim Brunnenbau. Mit einem \u00dcberblick \u00fcber den Ablauf der\u00a0beh\u00f6rdlichen Planungs- und Genehmigungsverfahren beim Kiesabbau\u00a0sollte die Veranstaltung schlie\u00dfen. \u00a0Die meisten Teilnehmer blieben jedoch noch, um sich eine Kollektion von Ger\u00f6llen aus dem Rodachkies anzusehen oder von eigenen\u00a0 Funden zu berichten und Erkl\u00e4rungen einzuholen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sonntag, 13. September 2015: Tag des offenen Denkmals<br \/>\n<strong>Sandstein an historischen Bauwerken in Weismain &#8211;<\/strong><br \/>\n<strong>Herkunft, Handwerk, Zustand<\/strong><br \/>\nLandratsamt Lichtenfels und CHW-Bezirksgruppe Weismain<br \/>\nStadtexkursion um 15.00 Uhr vom Kastenhof zur kath.Stadtpfarrkirche und zum Rathaus.<br \/>\nStadtexkursion um 16.00 Uhr vom Kastenhof Richtung Oberes Tor\u00a0zum Stadtteil H\u00f6lle mit Stadtmauer.<br \/>\nBei Dauerregen wird ein Ersatzprogramm\u00a0 im Kastenhof improvisiert.<br \/>\nIn Weismain ist, &#8211; wie in allen gr\u00f6\u00dferen Orten des Landkreises -, der Rh\u00e4tolias-Sandstein<br \/>\nein bevorzugt verwendeter Baustoff bei repr\u00e4sentativen\u00a0Bauwerken vom sp\u00e4ten Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert hinein, vereinzelt auch noch sp\u00e4ter.<br \/>\nZum Schmuck und zur Auflockerung der Fassaden wurden dabei nicht nur architektonische Stilelemente des jeweiligen Zeitgeschmacks verwendet. Auch die Gesteinsoberfl\u00e4chen selbst wurden als Gestaltungselemente aufgefasst und\u00a0mit\u00a0verschiedenen Handwerkstechniken bearbeitet. Man muss sich oft erst einsehen, um diese auf den angewitterten oder\u00a0mit sogenannten &#8222;Biofilmen&#8220;\u00a0\u00fcberzogenen Fl\u00e4chen zu erkennen. Der Gestaltungsdrang der\u00a0 Barockzeit machte selbst vor einem Zweckbau wie der Stadtmauer nicht Halt, die beim Stadtteil H\u00f6lle nach den Zerst\u00f6rungen des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges erneuert werden musste.<br \/>\nBei den B\u00fcrgerh\u00e4usern am Markt\u00a0wurde behauener Sandstein meistens nur als einfaches\u00a0Sichtmauerwerk des Sockels und, &#8211; anspruchsvoller bearbeitet -,\u00a0in den Leibungen der T\u00fcren und Fenster verarbeitet.<br \/>\nInsgesamt\u00a0kann\u00a0der Stadtkern von Weismain als ein Sandstein-Ensemble betrachtet werden, das mit Fachwerk und verputzten Bruchstein- und Ziegelbauten durchsetzt ist.<br \/>\nKalkstein oder Dolomit aus dem nahe gelegenen Wei\u00dfen Jura spielen als Baustein\u00a0keine Rolle.<\/p>\n<p>Nachberichterstattung:<br \/>\nCa. 30 sehr stark und\u00a0vielseitig interessierte Teilnehmer von Ausw\u00e4rts und aus Weismain selbst.<br \/>\nIm ersten Teil wurden die Interessenten mit dem Rh\u00e4tolias-Sandstein, seinem Aussehen und einigen h\u00e4ufigen Bearbeitungstechniken bekannt gemacht. Im zweiten Teil ging es vor allem um die Stadtmauer zwischen H\u00f6lle und Burgkunstadter Stra\u00dfe. Hier lassen sich\u00a0unterschiedliche Bau- und Reparaturstadien vergleichen. Ein aktueller Mauerdurchbruch zeigt die uralte Technik des zweischaligen Mauerwerks. Dazu gibt Adriana Lochner\u00a0einen stimmungsvollen Bericht im Obermain-Tagblatt vom 15. Sept. 2015.<br \/>\nWie \u00fcblich blieben nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung noch mehrere Teilnehmer, um weiter gefasste, mit dem Thema nicht zusammenh\u00e4ngende geologische Fragen beantwortet zu wissen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sonntag, 13. Sept. 2015: Exkursion<br \/>\n<strong>Die Felsen an der\u00a0Christuskirche in Burgkunstadt<br \/>\n<\/strong>CHW-Gruppe Burgkunstadt \/ Altenkunstadt<br \/>\nBeginn 15.00 Uhr an der evangelischen Kirche in Burgkunstadt, Zufahrt \u00fcber die Rangengasse.<\/p>\n<p>An der Felsb\u00f6schung l\u00e4ngs der Kirche ist ein Teil des\u00a0 Burgsandsteins freigestellt. Auf dieser Teilformation des fr\u00e4nkischen Keupers, 215 Millionen Jahre alt,\u00a0ist die\u00a0obere Stadt mit ihren<br \/>\n&#8220; sieben H\u00fcgeln&#8220; \u00a0gegr\u00fcndet.<br \/>\nDer Burgsandstein ist hier dolomitisch gebunden und besonders reich an Strukturen. Aus seiner Entstehungszeit stammen Merkmale der Str\u00f6mung, Erosion und Sedimentation in Fl\u00fcssen. Als Zeugen eines warmen, wechselfeuchten und zeitweise trockenen Klimas findet man die sogenannte Caliche und ihre Erosionsprodukte.<br \/>\nDie Kr\u00e4fte der j\u00fcngsten Erdgeschichte zeigen sich in auffallenden Verwitterungsformen und klaffenden Spalten, aus denen sich kleine H\u00f6hlen entwickeln k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Fassade der Christuskirche ist aus Wei\u00dfjura-Dolomit von Kleinziegenfeld gebaut. Die \u00f6rtliche\u00a0Situation l\u00e4dt dazu ein, diesen ehemals gesch\u00e4tzten Werkstein mit dem technisch wertlosen Keuper-Dolomit zu vergleichen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Samstag, 3. Okt. 2015: Exkursion gemeinsam mit Thilo Hanft (historische Ortskunde)<br \/>\n<strong>Die Redwitzer Felsenkeller &#8211; Bau, Nutzung und Zustand eines historischen<\/strong>\u00a0<strong>Kulturdenkmals<\/strong><br \/>\nCHW-Gruppe Redwitz<br \/>\nBeginn 14.30 Uhr an der evangelischen Kirche in Redwitz Ortsmitte<br \/>\nEinige Stichworte:<br \/>\nAusbau im Wesentlichen im 19. Jahrhundert zur\u00a0 Lagerung von Kartoffeln und anderen frostempfindlichen Lebensmitteln, f\u00fcr die Reifung des Bieres und zum\u00a0Vorhalten von Eis.<br \/>\nIm Lauf des 20. Jahrhunderts Verlust des Nutzungswertes, zunehmende Vernachl\u00e4ssigung und Mi\u00dfbrauch, wenig zweckdienliche und zum Teil sogar sch\u00e4dliche Sicherungen und Verbauungen.<br \/>\nIm 21. Jahrhundert zunehmende Sorge um die bis zu 40 m langen\u00a0Felsenkeller, \u00dcberlegungen und neue Ans\u00e4tze f\u00fcr zweckdienliche Sicherungs- und Erhaltungsma\u00dfnahmen.<br \/>\nDer nord\u00f6stliche Teil des Keller-Ensembles liegt am Fu\u00df eines erdgeschichtlich jungen Rodach-Prallhanges, der vom Unteren und Mittleren Burgsandstein aufgebaut ist. In diesen\u00a0Schichtgruppen\u00a0 wechseln sich Fluss- und Seeablagerungen aus\u00a0der Keuper-Zeit vor etwa\u00a0215\u00a0\u00a0Millionen ab. Die verschiedenen Gesteinsarten m\u00fcssen beachtet werden, denn sie haben unterschiedliche Festigkeiten und Anf\u00e4lligkeiten f\u00fcr Fels-Verwitterung und\u00a0 -Zersetzung.<br \/>\nDer s\u00fcdwestliche Teil des Ensembles nahm seinen Ausgang von einem in den Fels geschnittenen Hohlweg, der ehemals von der Ortsmitte\u00a0hinunter zum historischen Fluss-\u00dcbergang f\u00fchrte. In den 1820er Jahren wurde ein Teil der Hohlgasse\u00a0mit einem enormen Gew\u00f6lbe \u00fcberspannt,\u00a0das bis heute die Stra\u00dfenkreuzung\u00a0in der alten Ortsmitte tr\u00e4gt. Eine derartige Konstruktion ist wahrscheinlich weit und breit einmalig.<\/p>\n<p>______________________________________________________________________________<\/p>\n<p><strong>Veranstaltungen 2014 zur geologischen Landschaftskunde<br \/>\n<\/strong>Die Veranstaltungen sind gew\u00f6hnlich \u00f6ffentlich und kostenfrei.<br \/>\nAusnahmen sind besonders gekennzeichnet.<\/p>\n<p>Achtung!<\/p>\n<p>Die ab 13. April 2014 geplanten Veranstaltungen m\u00fcssen leider ausfallen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sonntag, 23. Febr. 2014 : Gespr\u00e4chskreis Stadtgeschichte<br \/>\n<strong>Der Eisenerz-Bergbau bei Vierzehnheiligen<br \/>\n<\/strong>Beginn 14.30 Uhr im Stadtmuseum Bad\u00a0Staffelstein, Kirchplatz<br \/>\nAusgehend von der heutigen geologischen Situation wird zun\u00e4chst die Entstehung der Erzlagerst\u00e4tte in der Jurazeit behandelt. Dazu liegen\u00a0Gesteins- und Erzproben aus, die die Teilnehmer eigenh\u00e4ndig untersuchen sollen. Ein \u00dcberblick \u00fcber die Geschichte des Bergbaus f\u00fchrt zur Erl\u00e4uterung der bergm\u00e4nnischen Arbeitsweise und ihrer Fachbegriffe. Schlie\u00dflich sind die speziellen \u00f6rtlichen Probleme zu diskutieren, z. B. die Qualit\u00e4t des Erzes, die Wasserhaltung in den Stollen, die fraglichen Gr\u00fcnde f\u00fcr das Ende 1938\/40.<br \/>\nNach-Berichterstattung:<br \/>\nDie f\u00fcr das Stadtmuseum\u00a0unerwartet hohe Zahl von etwa 100 Interessenten f\u00fchrte dazu, dass die zuletzt Angekommenen aus Platzmangel wieder gehen mussten. An die\u00a0 vorbereitete Gruppenarbeit\u00a0mit Stein und Erz\u00a0unter m\u00f6glichst individueller Anleitung und Diskussion war nicht zu denken. Statt dessen musste der Referent einen breiter angelegten Vortrag \u00fcber Eisenerze und Verh\u00fcttungsverfahren improvisieren und die<br \/>\nheimischen Verh\u00e4ltnisse darin einbetten. Ausf\u00fchrlicher und stimmungsvoller Bericht von Mario Deller im Obermain-Tagblatt vom 26. Febr. 2014.<\/p>\n<p>Sonntag, 30. M\u00e4rz 2014 : Exkursion<br \/>\n<strong>Kellergasse, Galgenberg und Torfstich &#8211;<br \/>\nErd- und Kulturgeschichte in der Landschaft um<\/strong>\u00a0<strong>Altenkunstadt<\/strong><br \/>\nCHW-Gruppe Burgkunstadt \/ Altenkunstadt<br \/>\nBeginn 14.30 Uhr an der kath. Pfarrkirche Altenkunstadt<br \/>\nDas Sichtmauerwerk der Kirche ist ein Lehrbuch der Sandstein-Typen, die bei historischen Geb\u00e4uden am Obermain verwendet wurden: Burgsandstein aus dem Keuper, Rh\u00e4tolias-Sandstein, Eisensandstein aus dem Jura. Der rund 3 km lange Exkursionsweg f\u00fchrt zun\u00e4chst zu den Felsenkellern im Burgsandstein l\u00e4ngs der Baiersdorfer Stra\u00dfe. Weiter zum Galgenberg\u00a0bei Woffendorf, der in der Vergangenheit nicht nur als Richtst\u00e4tte, sondern auch zur Gewinnung von Bruchsteinen und Sand diente. Von hier schieben die Rh\u00e4tolias-Schichten nach Westen unter das Weismaintal ein und verursachen im Kontakt mit den Talsedimenten ein Grundwasser-Auftriebsgebiet, das fr\u00fcher mit Torfmoor, Schilf und Feuchtgeh\u00f6lzen in Erscheinung trat. Daran erinnern noch die Bezeichnungen &#8222;R\u00f6hrig&#8220; und &#8222;Weidner&#8220;. Hier sitzen auch zwei Bohrbrunnen zur Trinkwasserversorgung, die zu den ergiebigsten im Landkreis geh\u00f6ren. Zur\u00fcck zum Ausgangspunkt \u00fcber die Wiesenm\u00fchle, historisch &#8222;Galgengut&#8220; oder &#8222;Staffelm\u00fchle (Staffel = Gerichtsplatz unter freiem Himmel).<br \/>\nNach-Berichterstattung:<br \/>\nBestes Exkursionswetter mit Sonne und 20 Grad Lufttemperatur\u00a0zog etwa 80 Interessenten an. Die vom Referenten vorgegebene stoffliche Hauptlinie, wie sie oben skizziert ist, wurde nach bester Tradition\u00a0eines Colloqiums mit Kurzbeitr\u00e4gen von Teilnehmern bereichert. So wurde\u00a0an die ehemalige Kellerwirtschaft Friedrichsh\u00f6he erinnert, deren Standort heute durch eine\u00a0Gruppe stattlicher Laubb\u00e4ume oberhalb der Kellergasse\u00a0auff\u00e4llt. Einige Teilnehmer wiesen auf die ehemalige Lehmgrube hin. Jahrhundertelang war Lehm\u00a0der wichtigste Baustoff in D\u00f6rfern und St\u00e4dten. F\u00fcr das Brechen und Verarbeiten von Sandstein auf dem Galgenberg und in den Neubaugebieten von Woffendorf\u00a0gab es leider keine Augenzeugen, wohl aber\u00a0f\u00fcr die Sandgr\u00e4berei in m\u00fcrben Partien der Rh\u00e4tolias-Schichten. Etliche Wohnh\u00e4user am Westhang des Galgenberges hinunter zur Woffendorfer Kapelle\u00a0 &#8211; ein neogotischer Sandsteinbau &#8211; sind in ehemalige Steinbr\u00fcche und\u00a0Sandgruben hinein gebaut. F\u00fcr die Torfstecherei am Talrand bei Woffendorf gibt es einen schriftlichen\u00a0Beleg von 1855, freundlicherweise \u00fcbermittelt von Herrn Hofmann aus Altenkunstadt. In einer Bestandsaufnahme der Bodensch\u00e4tze Bayerns von 1936 wird zwar das Moor &#8222;bei R\u00f6hrig im Wei\u00dfmain-Tale&#8230;&#8220; genannt, aber kein Torfstich. In der Erinnerung einiger Exkursionsteilnehmer ist der Torfstich ein (verbotener) Abenteuerspielplatz der Kindheit. Noch vor wenigen Jahrzehnten\u00a0entnahm hier eine G\u00e4rtnerei aus der Umgebung Torf f\u00fcr die Hortensien-Kultur.<\/p>\n<p>Sonntag, 13. April 2014 : Exkursion<br \/>\n<strong>Der Birkacher Sandstein &#8211;\u00a0 Handwerk, Bausteine und Steinbr\u00fcche<br \/>\n<\/strong>CHW-Gruppe Ebensfeld \/ Zapfendorf<br \/>\nBeginn 14.30 Uhr an der Kirche in Birkach , Gemeinde Ebensfeld<br \/>\nDie Fassade der 1857\/58 errichteten Kirche gibt gleich einen Eindruck von der Bedeutung, die die Gewinnung und Verarbeitung von Sandsteinen f\u00fcr Birkach einst hatte. Weitere\u00a0Werkbeispiele werden beim Gang durch den Ort\u00a0diskutiert. Wenige hundert Meter vom Ortsrand wird einer der ehemaligen Steinbr\u00fcche als Beispiel f\u00fcr etliche weitere aufgesucht, um die Rh\u00e4tolias-Schichten und die\u00a0Merkmale und Eigenschaften des hier gebrochenen Sandsteins zu studieren.<\/p>\n<p>Montag, 21. April 2014\u00a0 (Ostermontag) : Exkursion<br \/>\n<strong>Osterspaziergang im Banzer Wald<br \/>\n<\/strong>Umweltstation des Landkreises Lichtenfels<br \/>\nBeginn 14.30 Uhr am kleinen Parkplatz gegen\u00fcber Kloster Banz<br \/>\nDer traditionelle Osterspaziergang der Umweltstation findet heuer wieder in der Umgebung von Banz statt. Vom bequemen Forstweg Richtung\u00a0Rote Marter\u00a0&#8211; Altenbanz werden kurze Abstecher zu\u00a0Felsbl\u00f6cken und Inschriften, zu Steinbr\u00fcchen und Hangrutschungen gemacht. Besonders reizvoll ist die Fr\u00fchlingsvegetation der W\u00e4lder auf den Schichten des Braunen Jura.<\/p>\n<p>Donnerstag, 1. Mai 2014\u00a0 :\u00a0 Exkursion<br \/>\n<strong>Die Felsen an der evangelischen Christuskirche in<\/strong> <strong>Burgkunstadt<\/strong><br \/>\nCHW-Gruppe Burgkunstadt \/ Altenkunstadt<br \/>\nBeginn 14.30 Uhr an der Kirche oberhalb der Rangengasse<br \/>\nAn der B\u00f6schung l\u00e4ngs Kirche und Pfarrhaus tritt strukturenreicher, dolomitisch\u00a0gebundener Burgsandstein\u00a0zu Tage. Es lassen sich Merkmale der Str\u00f6mung, der Ablagerung\u00a0und Wiederaufarbeitung von Sandb\u00e4nken der Keuperzeit\u00a0studieren. Besonders ins Auge springen die vielf\u00e4ltigen Verwitterungsformen und die Zerteilung des Gesteins nach Schichtfugen und klaffenden Spalten. Die aus Wei\u00dfjura-Dolomit gebaute Kirchenfassade l\u00e4dt dazu ein, diesen Werkstein mit dem technisch kaum brauchbaren Keuper-Dolomit zu vergleichen.<\/p>\n<p>Sonntag, 4. Mai 2014 : Exkursion<br \/>\n<strong>Das Steinkohlenrevier bei Reitsch<br \/>\n<\/strong>CHW-Gruppe und\u00a0Goethe-Gesellschaft Kronach<br \/>\nBeginn 14.30 Uhr an der Kirche in Reitsch,<br \/>\nGemeinde Stockheim\u00a0bei Kronach<br \/>\nDer Exkursionsweg von insgesamt etwa 3,5 km L\u00e4nge ist als geologischer Schnitt durch den Ostrand des\u00a0Stockheimer Beckens angelegt. Man tritt vom Treffpunkt zun\u00e4chst in einen tiefen Hohlweg,\u00a0der in den sog.\u00a0Rundk\u00f6rnigen Sandstein im oberen Teil der Rotliegend-Schichten\u00a0eingeschnitten ist. Weiter bergauf gelangt man in immer \u00e4ltere Schichten. Am bewaldeten Steilanstieg des Schiefergebirges st\u00f6\u00dft man auf die Basis des Rotliegenden: bunte vulkanische Gesteine und darin eingelagert die Fl\u00f6zzone. Der Altbergbau (seit 1582) hat hier\u00a0Kleinhalden, Versturzl\u00f6cher, Sch\u00fcrfgr\u00e4ben und eine tiefschwarze Bodenfarbe hinterlassen. Besonders reizvoll ist, dass sich hier f\u00fcr kurze Zeit der Schriftsteller, Verleger und Fabrikant \u00a0Friedrich Justin Bertuch aus dem Weimarer Goethekreis als Bergbau-Unternehmer versuchte.<br \/>\nDer R\u00fcckweg f\u00fchrt im Tal der Reitscher Gr\u00fcn an\u00a0der\u00a0ehemaligen B\u00fcttnerszeche (K\u00f6nig-Ludwigszeche) vorbei zum Ausgangspunkt zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Mai 2014 (Genauer Termin wird noch eingesetzt) : Feierabendf\u00fchrung<br \/>\n<strong>Der Samelstein bei Schimmendorf &#8211; Kirchleus<br \/>\n<\/strong>CHW-Sommerprogramm<br \/>\nBeginn 18.30 an der Kreisstra\u00dfe KU33\u00a0 Kirchleus &#8211; Schimmendorf,<br \/>\nFeldweg-Kreuzung auf dem h\u00f6chsten Punkt<\/p>\n<p>Juli \/ Aug. 2014 (Genauer Termin wird noch eingesetzt)<br \/>\n<strong>Erzbergbau bei Oberlangheim &#8211;<br \/>\nExkursion zur Erinnerung an Moritz Abend<br \/>\n<\/strong>CHW-Sommerprogramm<br \/>\nBeginn 14.30 Uhr am gro\u00dfen Wanderparkplatz 2 km nordwestlich Oberlangheim<br \/>\nan der H\u00f6henstra\u00dfe nach Vierzehnheiligen<\/p>\n<p>Sonntag, 7. Sept. 2014 :\u00a0 Exkursion<br \/>\n<strong>Von Klosterlangheim in den Forst<\/strong><br \/>\nUmweltstation des Landkreises Lichtenfels<br \/>\nBeginn 14.30 Uhr an der Kirche in Klosterlangheim<br \/>\nVom Dorf geht es nach Norden hangaufw\u00e4rts in den Forst, der hier eigentlich ein ausgedehntes und l\u00e4ngst renaturiertes Steinbruch-Areal darstellt. Hier wurden aus dem Rh\u00e4tolias-Sandstein Jahrhunderte lang die Bausteine f\u00fcr das ehemalige Zisterzienserkloster, f\u00fcr die Klosterd\u00f6rfer und zum Teil auch f\u00fcr die Stadt Lichtenfels gebrochen.<\/p>\n<p>Freitag, 3. Okt. 2014 :\u00a0 Exkursion<br \/>\n<strong>Lutzenstein und Hohe A\u00dflitz<\/strong><br \/>\nCHW-Gruppe Redwitz\u00a0\/ Michelau in Zusammenarbeit mit der<br \/>\nUmweltstation des Landkreises Lichtenfels<br \/>\nBeginn 14.30 Uhr , Kreisstra\u00dfe Michelau &#8211; Sonnefeld, Forstweg-Abzweigung<br \/>\nca. 2 km n\u00f6rdlich der Kirche Neuensee<br \/>\nDer Exkursionsweg im Ostteil des\u00a0historischen Lichtenfelser, jetzt Neuensorger Forstes macht mit\u00a0\u00a0Burgsandstein, Feuerletten und Rh\u00e4tolias bekannt. Dazu kommen alte\u00a0 und neuere Hangbewegungen,\u00a0verlassene Steinbr\u00fcche, Felsstrukturen und Felsritzungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>R\u00fcckblick: Veranstaltungen im Herbst 2013<\/p>\n<p><strong>Ausstellung:\u00a0 Geschichte und Gesteine von Weismain<\/strong><br \/>\nMontag,\u00a0 02. Sept. bis Donnerstag 31. Oktober 2013, verl\u00e4ngert bis So, 17. Nov. 2013<br \/>\nin der Umweltstation Weismain, <a title=\"Externer Internetlink zur Umweltstation Weismain\" href=\"http:\/\/www.umweltstation-weismain.de\">www.umweltstation-weismain.de<\/a><br \/>\nTel. 09575-9214 55 oder e-mail : <a href=\"mailto:umweltstation@landkreis-lichtenfels.de\">umweltstation@landkreis-lichtenfels.de<\/a><br \/>\nZum Jubil\u00e4umsjahr der Stadt Weismain werden Gesteinsarten ausgestellt und erl\u00e4utert, die in der Geschichte der Stadt eine Rolle gespielt haben, um Beispiel Sandstein f\u00fcr die Stadtmauer und die Stadtkirche, Kalkstein f\u00fcr M\u00f6rtel, Eisenerz und andere mineralische Rohstoffe.<\/p>\n<p><b>Stadtrundgang mit Ausstellungsbesuch:\u00a0 Geschichte und Gesteine von Weismain<br \/>\n<\/b>Sonntag,\u00a0\u00a0 29. September 2013,<br \/>\nTreffpunkt vor der Umweltstation (Kastenhof) um 14.30 Uhr.<br \/>\nVeranstalter ist die CHW-Bezirksgruppe Weismain. Die Teilnahme\u00a0 ist kostenlos. Nicht-Mitglieder sind willkommen.<\/p>\n<p><b>Exkursion:\u00a0 Von Linsendorf zur Obristfelder Heide<br \/>\n<\/b>Donnerstag, 03, Oktober 2013,<br \/>\nTreffpunkt in Redwitz vor der Schule in der Kronacher Stra\u00dfe um 14.30 Uhr.<br \/>\nVeranstalter ist die CHW-Bezirksgruppe Redwitz. Der Gruppenleiter Thilo Hanft wird zur abgegangenen Dorfstelle Linsendorf f\u00fchren.\u00a0 Dr. Leitz wird alte\u00a0 Flussl\u00e4ufe in der Landschaft um Redwitz und Obristfeld behandeln.<\/p>\n<p><b>Stadtrundgang mit Ausstellungsbesuch: Geschichte und Gesteine von Weismain<\/b><br \/>\nMittwoch,\u00a0 9. Oktober\u00a0 2013,<br \/>\nTreffpunkt vor der Umweltstation (Kastenhof) in Weismain um 14.30 \u00a0Uhr.<br \/>\nVeranstaltung f\u00fcr den BLLV,\u00a0 Organisation Hans Tremel, Burgkunstadt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Veranstaltungen 2017 Sonntag, 23. April 2017 : Exkursion Die Eisenerz-Grubenfelder Maria, Maximilian und Morgenr\u00f6the am Kordigast Treffpunkt : 14.30 Uhr am Wanderparkplatz\u00a0 auf halber Hangh\u00f6he oberhalb Pfaffendorf Veranstalter : CHW-Gruppen Burgkunstadt\/Altenkunstadt und Weismain sowie die Umweltstation des Landkreises Lichtenfels Kurzbericht: Bei gutem Exkursionswetter\u00a0fanden sich \u00a0175\u00a0 hochmotivierte Teilnehmer ein. 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